Arturo Fuente Anejo Reserva No. 77 „Shark“

Was bei dieser Zgarre direkt ins Auge springt, ist das ungewöhnliche Format.

Oben rund und unten boxpressed-quadratisch….habe ich in der Art nur bei AF gesehen.

Der tiefschwarze Decker ist ein Connecticut Broadleaf Maduro und diese Dom.Rep Puro hat einiges zu bieten.

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Sie startet herrlich cremig mit einer kräftigen Nussnote. Die typische Maduro-Würze ist präsent, hält sich aber noch zurück und agiert eher im Hintergrund. Nach den ersten cm schmecke ich eine deutliche Vanille-Note heraus, die die Gesamtkomposition perfekt abrundet. Sehr lecker!

Im Verlauf wird sie kräftiger und würziger. Die Würze erinnert mich an einen deftigen, erdig-grasigen Grüntee….passt wunderbar zum Rest dieses Blends.

Dabei verzichtet sie aber nicht auf die nussige Cremigkeit. Die Vanille geht jetzt in der Würze ein wenig unter, ist aber immer noch leicht zu erschmecken.

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Zum Ende hin verliert sie ein wenig die cremig, nussige Süße….die dunklen, herberen Tönen gewinnen klar die Oberhand. Sie schmeckt weiterhin großartig und ich empfinde sie als sehr spannend und fordernd.

Kein Smoke für nebenbei….wenn man die Zeit und Ruhe findet sich auf sie einzulassen…. großartig!

Leider nur sehr schwierig zu bekommen….aber wenn man die Chance hat….zuschlagen!

 

 

 

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La Galera Cortador [Torpedo]

Ja…..meine Kaufentscheidung begründet sich eindeutig durch die wunderschöne Anilla dieser Zigarre…..beim durchstöbern der Neuzugänge, fielen mir die La Galera direkt ins Auge, so dass von jeder Serie eine Piramide mit nach Hause musste.

Als erstes Testobjekt, schicke ich die Cortador ins Feuer…..

Die Lady startet recht ungestüm, ja beinahe ruppig…..sehr würzig, herb, kräftig. Von Süße schmecke ich so gut wie gar nichts….schade….mir fast schon zu herb (sehr dunkle Schokolade). Im Verlauf wird sie etwas zahmer….vielleicht hab ich mich auch einfach an die „Gewürzbombe“ gewöhnt…..großartige Veränderung im Rauchverlauf bemerke ich nicht….finde sie nicht schlecht….recht fordernd und keinesfalls langweilig….mal sehen was die B-Probe ergibt.

Bohrer (Punch) von VC-Pipes

Was macht der ambitionierte Pfeifenbauer, wenn er eine Zigarre rauchen will und nicht das passende Anschneidwerkzeug hat?!

Richtig….er baut sich was! Scheinbar hat ihm das auch Spaß bereitet, so dass er direkt eine Kleinserie mit unterschiedlichen Hölzern gefertigt hat. Gemein wie er nunmal ist, präsentierte er mir direkt auch seine Werke und schickte mir einige Bilder!

Ich bohre eigentlich selten….meistens noncubans…..aber das wird sich jetzt ändern…..ich musste natürlich einen besitzen und Massimo war so nett mir einen eben solchen in karelische Maserbirke zu fertigen.

Optik und Haptik sind überragend….simples Stecksystem was einen 10mm und einen 12mm Punch beherbergt.

Der integrierte „Dorn“ aus Ebonit, dient dazu die Kappe aus dem Punch zu lösen/stoßen. Alles passt perfekt zusammen, sehr wertig verarbeitet. Gute Idee mein Freund…..ich bin restlos begeistert. Da macht bohren direkt doppelt Spaß…..

Hier noch ein paar Beispiele……und bei Interesse an einem Punch….einfach Massimo unter Info@vc-pipes.de kontaktieren!

Por Larranaga ER Peru & Andino B.P.E. 2009

Durch einen glücklichen Zufall, konnte ich an einige dieser Petit Piramides gelangen.

Es wurde Zeit mal die erste unter Feuer zu nehmen….und soviel vorweg….ich bereue es nicht.

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Die Lady startet direkt vom ersten Zug an herrlich cremig, satt süß (typische PL Honigsüße). Wow…ein echtes Leckerchen….nach den ersten Drittel legt sie an Würze und Kraft deutlich zu. Dabei überfordert sie aber nicht. Die cremige Süße bleibt präsent, wird aber etwas in der Hintergrund gedrängt. Jetzt leuchten Noten von Schokolade, Kaffee und Erde auf.

Selbst die einzelnen Züge sind ein ständiges Wechselspiel zwischen der cremigen Süße und den eher dunkleren Aromen. Sehr interessant und spannend.

Zum Ende legt sie nochmal an Stärke und Würzigkeit zu….der Kaffee verwandelt sich eher in einen kräftigen Mokka, ohne dabei bitter / harsch zu werden.

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Alles sehr rund und toll auf einander abgestimmt. Für mich eine der besten PL die ich bisher kosten durfte….Wahnsinn!

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Viking Nordic Warrior [Robusto]

Viking…

Die Geschichte von zwei Norwegern, die auszogen um Zigarren zu produzieren….rausgekommen sind dabei 3 Zigarrenlinien, von denen ich heute die Nordic Warrior testen möchte.

Viking wird von Ernesto Perez Carillo in der Dom. Rep gefertigt, was ja schon für Qualität bürgen sollte.

Optisch macht die Zigarre einiges her….die Anilla sieht klasse aus. Es wurde ein Sumatra (Ecuador) Deckblatt und ein Umblatt aus Nicaragua verwendet. Die Einlage besteht aus  Habano Seed Esteli (Nicaragua). Aus der Dom. Rep ist also lediglich die Produktionsstätte.

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Die ersten Züge lassen auch direkt ihre Herkunft erahnen….eine ordentliche Prise Pfeffer begleitet uns die ersten Züge. Danach wird die Lady schon fast zahm. Aromen von Nüssen, Schokolade und eine Prise Zimt treten hervor. Dabei ist sie cremig und lässt alle Aromen weich miteinander verschmelzen. Unterschwellig nehme ich eine feine salzige Note wahr , die die dominierenden, süßlichen Aromen perfekt unterstützt.

Im Verlauf wird sie etwas herber und verliert an Süße…..nicht dramatisch da sie nach wie vor sehr lecker schmeckt.

Bis zum letzten Zentimeter ist keine nennenswerte Geschmacksveränderung festzustellen….. sehr leckere Zigarre!

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Jetzt bin ich auf die beiden anderen Serien gespannt…..ich bin sicher, dass die eine oder andere Viking bei mir ein neues Zuhause finden wird!

 

Skelton [Robusto]

Es ist schon eine Weile her, seit meinem letzten „Experiment“. Mir fehlt gerade etwas die Zeit und die Muße mich für Neuheiten zu erwärmen. Nach einem langen Tag zieht es mich eher zu Altbewährtem oder zur Pfeife…..

An dieser Neuererscheinung kam ich allerdings nicht vorbei.

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Der Zigarrenimporteur / -distributeur dieser neuen Marke ist Tonio Neugebauer…..der junge Mann ist schon eine Weile in der (vorallem auf FB) Zigarrenwelt bekannt und aktiv. Als Mitarbeiter eines großen Zigarrenhändlers aus Norddeutschland, fiel er mir stets kundenorientiert / bemüht und sympatisch auf.

Seine Zigarren tragen das Motto „live your dreams“, was Tonio offenbar für sich umgesetzt hat.  Wer hätte nicht gerne seine eigene Zigarrenmarke….Hut ab!

Aber kommen wir zum wesentlichen…..der Zigarre.

Optisch sehr ansprechend….die Anilla ist genau mein Fall….wirkt sehr edel und passt perfekt zu dem doch recht dunklen Deckblatt aus Ecuador.

Die Dame beginnt sehr würzig, mit deutlichen Röstaromen. Eine leichte Pfeffernote begleitet die ersten Züge, verschwindet aber nach kurzer Zeit völlig. Diesen Platz nimmt dann eine gehörige Ladung dunkler Schokolade ein.

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Für mich heute schon fast zu aufdringlich….zum Ende lässt der Schoko-Overkill etwas nach und erinnert eher an kräftigen schwarzen Kaffee…..ich vermisse ein wenig Süße / Cremigkeit….wie gesagt schmecke ich hier eher herbe Schokonoten, was ja nicht unbedingt schlecht ist….aber ein Tacken weniger würde mir da besser gefallen.

Mein Fazit….eine gute Zigarre…und da ich jetzt weiß was mich erwartet, kann ich mich darauf einstellen. Ab und an suche ich nämlich genau diese röstigen, leicht bitteren Noten…nur eben heute nicht unbedingt…..Chapeau Tonio…auch wenn ich sie jetzt nicht in den Himmel loben kann….gute, solide und vorallem „eigene“ Zigarre, die für mich aus der Masse heraussticht…..und sicher Liebhaber findet….probieren…zumal man solche ehrgeizigen Projekte unterstützen muss!

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Als nächstes widme ich mich dann der Toro!

 

 

 

 

 

La Ley [Robusto]

Heute fiel meine Wahl auf La Ley aus dem Hause Didier Houvenaghel. Hergestellt wird diese Schönheit von A.J. Fernández und gehört zu einer meiner Favoriten aus Nicaragua.

Die Dame ist ein echtes Cremeschnittchen….direkt von ersten Zug an, überzeugt mich ihr satter Rauch…..dezente Nuss- und Kaffeenoten runden diese Komposition ab. Die aus Nicaragua bekannte Pfeffernote suche ich vergebens…..lediglich eine ganz leichte Salzigkeit begleitet die eher süßen Aromen. Im Verlauf wird sie etwas ledriger…..die cremige Süße bleibt aber durchgehend ihr primäres Attribut.


Bitternoten / Schärfe sucht man vergeblich.

Ich empfinde sie als recht gefällig, nicht spektakulär….aber sehr schmackhaft. Creme brulee in Zigarrenform.

Mit erschrecken musste ich feststellen, dass die La Ley inzwischen 11,20 € (Stand: 23.08.2017) kostet…..puh….das ist mal eine Ansage…..die 9,90 € fand ich angemessen…..Aber auch wenn es wehtut, ich werde sie wohl weiterhin kaufen….weil sie eine wirklich gute Zigarre ist.

Juan Lopez Maximos ER Suiza 2008

Die Dame liegt hier nun schon einige Zeit unbeachtet in meinem Humidor….wird Zeit sie ihrer Bestimmung zuzuführen…los geht es….

Sie startet sehr mineralisch. salzig schon fast metallisch….hmm…nicht unbedingt mein Fall…zumindest in diesen Ausmaßen.

Glücklicherweise schwinden diese Noten nach wenigen Zügen und machen Platz für eine satte Cremigkeit mit einer feinen vanilligen Note.

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Im Verlauf wird der Rauch deutlich „satter“…..erdige und holzige Aromen treten hervor, aber ohne die cremige Süße zu erdrücken. Ab und an blitzen auch nussige Aromen auf, sind aber nur unterschwellig wahrnehmbar….macht dadurch jeden Zug spannend…

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Nach dem ersten Drittel übernehmen Noten von leicht angebrannten Brot, dunkler Schokolade und Kaffee das Aromenspiel. Die Zigarre wird deutlich herber, ohne bitter zu werden. Das nussige suche ich jetzt erfolglos….die würzigen dunklen Aromen stehen jetzt ganz klar in der ersten Reihe! Auch die mineralischen Noten lassen sich noch einmal blicken, allerdings deutlich dezenter und angenehmer als am Start.

Sehr abwechslungsreicher und spannender Smoke…ich bin begeistert.

Das Finale ist unspektakulär….keine großartige Veränderung mehr….macht aber nichts, denn ich finde sie köstlich, genauso wie sie gerade ist.

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Fonseca No. 4 ER Benelux 2010

Mit Fonseca pflegte ich bisher nur wenig Kontakt. Die Regulares dieser Marke trafen nie meinen Geschmack….aber bei dieser limitada war ich dann doch neugierig.

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Die Dame beginnt sehr verhalten…..leicht pfeffrig und salzig….. keine Spur von der erhofften Cremigkeit und Süße. Ich empfinde sie sehr trocken….holzig….erdig…vielleicht ein wenig grasig.

Nach gut einem cm wird sie dann urplötzlich süßlich….was die Zigarre nicht wirklich aufwertet…..die Süße passt nicht zu den dominierenden, dunklen und herben Aromen.

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Aber genau so plötzlich wie sie aufgetaucht ist, so verschwindet die Süße auch wieder…..sie hat jetzt etwas pappiges, strohiges….die starken erdigen Aromen treten in den Hintergrund….dafür drängen sich Röstaromen in den Vordergrund.

Ein recht abwechslungsreiches und sogar spannendes Aromenspiel…..die Dame trifft nur leider nicht so ganz meinen Geschmack….ein weiteres Exemplar schlummert noch in meinem Humidor und wird sicher noch einmal eine Chance bekommen.

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God of Fire by Arturo Fuente Double Robusto by Carlito 2005 

Heute wage ich mich mal wieder in die High-End-Abteilung der Dom. Rep…..

Die Dame beginnt alles andere als lecker…..extrem ledrig, pfeffrig….aufdringlich würzig….gar nicht schön. 


Aber ich kämpfe mich tapfer weiter durch diesen Aromenwust und die „Fehlnoten“ weichen nach einigen Zügen einer feinen Cremigkeit…..Leder- / Holzaromen sind jetzt deutlich braver und der Pfeffer ist kaum noch wahrnehmbar.

Nach dem ersten Drittel wird sie deutlich gefälliger….angenehm süß, nussig mit einem Hauch Vanille…..inzwischen sehr lecker und rund.

Das Finale wird nochmal kräftiger, Kaffee, dunkle Schokolade dominieren…..dazu schmecke ich eine Note die mich ein wenig an Anis erinnert…..

Hmm…..nicht der top Smoke den ich erwartet habe….gute Zigarre, aber bei einer 20+ EUR Laubrolle, muss für mich alles passen und das tut es hier nicht…da greife ich doch viel lieber zur Opus X!